Produktsicherheitsbeauftragter (PSB)

Die externen Verpflichtungen (Gesetze, regionale und grenzüber­schreitende Vorschriften/kundenspezifische Anforderungen in produzierenden Unternehmen (Schwerpunkt: Zulieferindustrie/Automobilindustrie) und ihre konsequente Erfüllung haben kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Der QM-System-Standard der Automobilindustrie IATF 16949 hat diesen bedeutsamen Verpflichtungen durch einen zusätzlichen Forderungspunkt zur Produktsicherheit Rechnung getragen. Internationale Konzerne, z. B. der Automobilindustrie fordern in immer stärkerem Maße von den Lieferantenunternehmen die Benennung von Produktsicherheitsbeauftragten (PSB) mit entsprechender Qualifikation/Kompetenz (z. B. VW in Formel Q). Dies betrifft systematische Aufgaben zur Sicherung dieser Verpflichtun­gen bei der Vertragsgestaltung, der Produkt­ent­wicklung und Qualitäts­voraus­planung sowie bei der Qualitäts­sicherung und Nachweis­führung.
Zu den Seminarinhalten gehören somit Übersichten und Zusam­men­fassungen zu wesentlichen Gesetzen und kunden­spezifischen Forderungen, die die Produktsicherheit betreffen (Produktsicherheitsgesetz, CE-Konformität, Produkthaftung, BGB, ausgewählte kundenspezifische Regelwerke, …), Aufgaben und Kompetenzen des PSB, Methoden der Qualitätsvorausplanung, des Risikomanagements und zur Problemlösung sowie zum Umgang mit Störfallen und damit im Zusammenhang stehende Nachweispflichten.
  • Inhalt

    1. Tag
    • Übersichten, Grundlagen und Kenntnisse zu externen Verpflichtungen
    • Normenbasierte Anforderungen zur Produktsicherheit
    • Produktsicherheitsgesetz, EG/EU-Richtlinien, Produkthaftungsgesetz, BGB
    • Ausgewählte kundenspezifische Forderungen
    • Aufgaben und Kompetenzen des PSB einschließlich seiner Beschreibung und Ausgestaltung (Organigramm, Stellen-/Funktionsbeschreibung)
    2. Tag
    • Anforderungen und Schnittstellen zum PSB und zur Produktsicherheit aus entsprechenden VDA-Bänden und AIAG-Referenzhandbüchern (z. B. VDA 1, VDA 2, VDA 6.1, VDA 6.3, VDA 6.5, RGA, APQP, PPAP)
    • Forderungen und Regeln für besondere Merkmale und zum Änderungsmanagement
    • Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit, Dokumentation und Aufbewahrung
    • Methoden und Techniken zur Problemlösung und Störfallbearbeitung
    • Arbeitsbeispiele und Teamübung
    • Prüfung
  • Zielgruppe

    Führungskräfte und Mitarbeiter des produzierenden Gewerbes, in Unternehmen der Automobil- und Automobilzulieferindustrie sowie alle interessierten Fach­leute, die Aufgaben und Zuständig­keiten im Rahmen der Produktsicherheit haben bzw. anstreben oder als Produktsicherheits­beauftragte eingesetzt werden.
    Die Zielgruppe können somit Personen aus den Bereichen Entwicklung, Projektmanagement, Qualitätsvoraus­planung, Technik/Produktion, Qualitätsmanagement und Service oder auch Mitglieder eines Störfallteams sein.

  • Seminarziel

    Dieses Seminar soll die Teilnehmer befähigen, die Rolle des PSB innerhalb der Lieferantenorganisation einzuordnen, die Aufgaben des PSB wirksam wahrzunehmen, im Bedarfsfall die Stelle des PSB firmenintern zu gestalten bzw. zu entwickeln und somit die betreffenden kundenspezifischen Forderungen zu erfüllen.
  • Prüfung

    Im Anschluss an der Lehrgang kann an einer Prüfung teilgenommen werden. Nach erfolgreich bestandener Prüfung erhält der Teilnehmer das Zertifikat "Produktsicherheitsbeauftragter".
    Es gilt die Prüfungsordnung der Q-DAS GmbH.
    Die Prüfung findet am letzten Tag statt. Sie wird in schriftlicher Form auf der Grundlage von Fragen mit Auswahlantworten (Multiple Choice) absolviert und dauert 60 Minuten.
  • Organisatorisches

    Seminardauer: 2 Tage, jeweils von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr einschließlich Prüfung

    Leistungsumfang und Teilnahmegebühr: Einschließlich ergänzender Seminarunterlagen, gastronomischer Verpflegung und Teilnahmebestätigung 910,- EUR zzgl. MwSt.
    Prüfungsgebühr: 180,- EUR zzgl. MwSt.
    Für ein In-House-Training unterbreiten wir Ihnen gern ein Angebot.