FMEA-Moderator

Bei der in der Industrie üblichen vorbeugenden Qualitäts­technik Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse (FMEA) werden durch das Analysieren von Produkten und Prozes­sen mögliche Fehler und Fehlerursachen erkannt, bewertet und abgestellt.
Aufwand, Ergebnisse und Nutzen der FMEA sind stark vom metho­dischen zielorientierten Vorgehen und der Motivation der damit beauftragten Mitarbeiter abhängig. Die FMEA darf deshalb nicht mit formellen und bürokratischen Hemmnissen belastet werden. Für die Durchführung einer effektiven FMEA wird ein Moderator benötigt, der auch Methodenspezialist ist. Der Moderator kann mit dem FMEA-Projektverantwortlichen identisch sein. Der Moderator hat die Aufgabe, das Projekt­team bei der Erstellung einer FMEA anzuleiten und deren Arbeit zur Risikosenkung zielorientiert zu steuern. Oft hat er auch Verantwortung für den organisato­rischen Ablauf, die anfallenden administrativen Arbeiten und die Nachbereitung.
  • Inhalt

    • Kurze Einleitung und Übersicht zur FMEA-Methode
    • Information zum neuen gemeinsamen FMEA-Handbuch AIAG/ VDA bzw. zum Upgrade VDA 4/AIAG zur FMEA-Methode (abhängig vom Erscheinungsdatum des Upgrades)
    • Organisation und Einbindung der FMEA im Unternehmen (Projektmanagement, Entwicklung, AV, QM)
    • Vorbereitung einer FMEA im Unternehmen
      • Die inhaltliche, methodische und organisatorische Vorbereitung einer FMEA-Sitzung
      • Die Auswahl und Aufbereitung der Arbeitsmittel, Technik und Infor­mationsquellen
      • Die Verantwortlichkeiten, die Aufgaben des Teams und des Moderators/Koordinators
      • Die Anforderungen an den FMEA-Moderator (fachlich, persönlich, technisch)
      • Die Teilnehmerauswahl und Teambildung
    • Moderation der FMEA-Sitzung mit Arbeitsbeispielen/Training
      • Die Rolle als Moderator bzw. Protokollant
      • Der Ablauf einer Moderation (Orientierungs-, Arbeits- und Ab­schlussphase)
      • Zielorientierung und Zeitmanagement
      • Die Rolle des FMEA-Teams als Problemlösungsgruppe und Verbesserungsteam
      • Die Dokumentation der Ergebnisse
    • Präsentation, Nachbereitung und Verwaltung (Pflege) der FMEA-Ergebnisse
    • Nachverfolgung von Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Wirksamkeitsbewertung
    • Moderations-, Kommunikations- und Gruppenarbeits­techniken für die Zielführung und Problemlösung
    • Umgang mit schwierigen Situationen, Teammitgliedern und Hemmnissen
    • Erfahrungen aus FMEA-Moderationen und Vermeidung möglicher Planungs- und Moderationsfehler
    • Nutzung der FMEA-Ergebnisse für die Vorbeugung, Verbesserung und Motivation sowie ihre Publizierung
  • Zielgruppe

    FMEA-Verantwortliche und Projektleiter bzw. Fachkräfte aus Ent­wicklung, Konstruktion, Fertigung und Fertigungsplanung sowie Qualitätswesen, die mit der FMEA-Durchführung beauftragt wurden und Kenntnisse der FMEA-Methodik besitzen.

    Voraussetzungen: Die Teilnehmer müssen über fundierte Methodenkenntnisse zur FMEA verfügen. Die Teilnahme am Seminar "Effiziente Durchführung der System-FMEA für Produkte und Prozesse" (067-QM) wird empfohlen.

  • Seminarziel

    Im Seminar werden den Teilnehmern fachliches Wissen zur FMEA-Moderation und praktische Erfahrungen zur inhalt­lichen, organi­satorischen und methodischen Vorbereitung und Durchführung einer FMEA im Team vermittelt. Die Teilnehmer sollen unter Nutzung eigener Erfahrungen, passender Kommunikations- und Gruppenarbeitstechniken trainiert werden, effiziente FMEA-Sitzungen vorzube­reiten und durchzuführen, die FMEA-Ergebnisse rationell nachzubereiten und zu ver­walten. Dazu zählen auch der Umgang mit Hemm­nissen während der FMEA-Moderation und das Verfolgen der Umsetzung festgelegter Verbesserungsmaß­nahmen.
  • Organisatorisches

    Seminardauer: 1 Tag, von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr

    Leistungsumfang und Teilnahmegebühr: Einschließlich ausführlicher Seminarunterlagen, gastro­no­mischer Verpflegung und Teilnahme­bestätigung 520,- EUR zzgl. MwSt.
    Für ein In-House-Training unterbreiten wir Ihnen gern ein Angebot.