"Do it" - "Variation is the enemy" - Ein Live-Workshop in der Lernfabrik

Die Diskussion um Festlegung und (Nicht-) Einhaltung von (unnötig kleinen) Toleranzen ist so alt wie die Produktion selbst. W. Edwards Deming hat es auf den Punkt gebracht – im Original eigentlich "Uncontrolled variation is the enemy of quality".
Dass bei realen Produktionsprozessen die Merkmalswerte in einem gewissen Umfang streuen, ist den meisten Beteiligten bewusst. Vielen erfahrenen Mitarbeitern ist in etwa bekannt, in welchem Bereich die Werte "normalerweise" streuen. Auch Einflüsse wie Werkzeugverschleiß sind bewusst und werden auf unterschiedliche Weise berücksichtigt.
In den meisten Fällen ist es inzwischen üblich, Aussagen zu geforderter und produzierter Qualität anhand von Fähigkeitskennzahlen anzugeben, die auf statistischer Analyse beruhen. Das erfordert, die verschiedenen Anteile der Streuung und die jeweiligen Ursachen zu identifizieren, zu analysieren und Maßnahmen zu ergreifen, diese möglichst gering und konstant zu halten. Insbesondere ist es Ziel, zwischen unvermeidbaren ("inhärenten") Streuungen und Abweichungen aufgrund systematischer Ursachen zu unterscheiden, um Störungen im Prozess möglichst frühzeitig erkennen und beheben zu können.
  • Inhalt

    1. Tag
    • Motivation – Begriffe – Normforderungen
    • Phasen im Produktionsprozess
    • Übersicht zur Messsystemanalyse
    • Übungen zu Verfahren 1
    • Analyse und Diskussion der Ergebnisse
    • Übungen zu Verfahren 2
    • Analyse und Diskussion der Ergebnisse
    2. Tag
    • Abgrenzung Maschine – Prozess
    • Vorbereitung und Ablauf einer MFU
    • Teileproduktion und Datenerfassung
    • Rechnerische und grafische Analyse
    • Vorbereitung und Ablauf einer PFU
    • Durchführung einer PFU im Zeitraffer
    • Rechnerische und grafische Analyse
    • Hinweis auf Methodenseminare
  • Zielgruppe

    Angesprochen sind alle diejenigen Personen, die sich mit der Fragestellung Festlegung und Einhaltung von Toleranzen auseinandersetzen müssen und dazu in der Praxis Ursachen und Auswirkungen von Streuungen kennenlernen möchten.

    Voraussetzungen: Es sind keine besonderen Anforderungen gestellt. Interesse und technisches Verständnis genügen.

  • Seminarziel

    Die Teilnehmer sollen live in realen Prozessen erleben, wo und wie Streuungen auftreten und wie sie analysiert, minimiert und überwacht werden. Dabei soll ein Gefühl für Machbares und Erkennbares entstehen und für Interessierte gleichzeitig die Voraussetzung geschaffen werden, sich anschließend intensiver mit den zugehörigen statistischen Methoden auseinanderzusetzen.
  • Organisatorisches

    Seminardauer: 2 Tage, jeweils von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr

    Leistungsumfang und Teilnahmegebühr: Einschließlich ausführlicher Seminarunterlagen, gastronomischer Verpflegung und Teilnahmebestätigung 940,- EUR zzgl. MwSt.
    Für ein In-House-Training unterbreiten wir Ihnen gern ein Angebot.