Oberflächenunvollkommenheiten

Die geometrische Oberflächenbeschaffenheit beeinflusst wesent­lich die Funktion von technischen Produkten. Die Oberflächen­geometrie resultiert aus dem Zusammenspiel von Fertigungs­verfahren und materialbedingten Eigenschaften. Somit stellt sie ein wichtiges Merkmal der Produkt- und Prozessqualität dar.

Dabei rücken nicht nur die ausreichend und vollständig beschrie­bene Oberflächenrauheit, sondern auch die Oberflächen­unvoll­kommen­heiten in den Fokus der Betrachtungen. Der Grund hierfür ist, dass die Oberflächenrauheit nur einen Teil der Ober­flächengeometrie charakterisiert und die Bauteilfunktion von verschiedenen Faktoren sowie Oberflächenanteilen abhängt.

So kann es sein, dass auch bei eingehaltenen Oberflächenrauheiten es zu Funktionseinschränkungen bis hin zum vollständigen Bau­teilversagen kommen kann. Daher sind die mit der Rauheits­messung nicht erfassbaren Oberflächenunvollkommenheiten explizit zu beurteilen. Für eine funktions- und fertigungsgerechte Spezifikation sind deshalb die Abgrenzung und die jeweilige korrekte Zeichnungseintragung sowie deren Interpretation und messtechnische Erfassung von Bedeutung.

  • Inhalt

    • Grundlagen
      • Entstehungsursachen von Gestaltabweichungen und deren Einteilung
      • Zusammenhänge zwischen der Oberflächenfunktion, den geometrischen Oberflächeneigenschaften und den Fertigungsverfahren
      • Allgemeine Übersicht über DIN EN ISO-Normen und Richtlinien des VDA zur geometrischen Oberflächenbeschaffenheit - Unterschiede und Gemeinsamkeiten
    • Oberflächenunvollkommenheiten
      • Definition von verschiedenen Oberflächenunvoll­kommen­heiten nach DIN EN ISO 8785 und deren Entstehungs­ursachen und deren Beseitigung
      • Normgerechte Angabe von Oberflächenunvollkommenheiten in der technischen Produktdokumentation (DIN EN ISO 8785, DIN ISO 10110-7)
      • Messtechnische Erfassung mittels Tastschnittgerät und optischen Systemen
      • Bewertung von Oberflächenunvollkommenheiten anhand von Fehlerkatalogen und Sichtprüfungen
      • Vorgehensmodell zur Prüfprozesseignung bei Sichtprüfprozessen
  • Zielgruppe

    Entwickler und Konstrukteure sowie Fachpersonal aus den Bereichen Qualitätssicherung, Fertigungs- und Prüfplanung.

  • Seminarziel

    Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmern den fortgeschrittenen Stand zur Festlegung von Oberflächenangaben und zu Oberflächenunvollkommenheiten zu vermitteln. Dabei werden sie mit den Möglichkeiten zur Erkennung, Beschreibung und der messtechnischen Erfassung vertraut gemacht.

  • Organisatorisches

    Seminardauer: 1 Tag, von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr

    Leistungsumfang und Teilnahmegebühr: Einschließlich ausführlicher Seminarunterlagen, gastronomischer Verpflegung und Teilnahmebestätigung 570,- EUR zzgl. MwSt.

    Für ein In-House-Training unterbreiten wir Ihnen gern ein Angebot.