Fortbildungslehrgang nach EfbV, nach AbfAEV und für Betriebsbeauftragte für Abfall

Zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz wurde eine Reihe von Verordnungen angepasst. 2017 wurden die Entsorgungsfachbetriebeverordnung EfbV und die Verordnung über Betriebsbeauftragte für Abfall AbfBeauftrV umfassend aktualisiert. Die EfbV regelt die Anforderungen an Entsorgungsfachbetriebe, die nach den §§ 56 und 57 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes mit einer technischen Organisation einen Überwachungsvertrag abgeschlossen haben oder die Berechtigung erlangen wollen, das Überwachungszeichen einer anerkannten Entsorgergemeinschaft zu führen. Sie regelt weiterhin die Überwachung und Zertifizierung von Entsorgungsfachbetrieben. Mit der AbfBeauftrV wurden die Festlegungen geändert, welche Unternehmen Abfallbeauftragte zu bestellen haben. Zudem wurden die Lehrgänge für Abfallbeauftragte ebenfalls genehmigungsbedürftig.
Die zum 01.06.2014 in Kraft getretene Anzeige- und Erlaubnisverordnung AbfAEV regelt die Anforderungen an Sammler, Beförderer, Händler und Makler von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen einschließlich der Fachkunde- und Zuverlässigkeitsanforderungen an die für die Leitung und Beaufsichtigung des Betriebes verantwortlichen Personen.
Der genehmigte Lehrgang soll die vorhandenen Fachkenntnisse nach EfbV, AbfAEV und AbfBeauftrV zu abfallrechtlichen Problemen, haftungs- und strafrechtlichen Risiken im Entsorgungsbereich und angrenzenden rechtlichen und umweltschutzrelevanten Problemen vertiefen und den Teilnehmer zu aktuellen Themen der Abfallwirtschaft, des Umweltrechts und angrenzender Bereiche schulen.
Die Teilnahme an Fortbildungslehrgängen ist nach AbfAEV mindestens alle 3 Jahre, nach EfbV und AbfBeauftrV mindestens alle 2 Jahre erforderlich.
  • Inhalt

    1. Tag: Umweltrecht
    • Auffrischung der Kenntnisse zum Umweltrecht
    • Überblick über neue und geänderte Vorschriften des Umweltrechts, insbesondere des Abfall-, Gefahrstoff-, Bodenschutz- und Gewässerschutzrechts
    • Anzeige- und Erlaubnisverordnung AbfAEV
    • Neue EfbV und neue AbfBeauftrV
    • Ausblick: Nächste geplante Änderungen im Abfall- und sonstigen Umweltrecht

    2. Tag: Technischer Umweltschutz
    In Abhängigkeit vom Teilnehmerkreis des jeweiligen Lehr­ganges und der von den Lehrgangsteilnehmern ausgeführten abfallwirtschaftlichen Tätigkeiten werden ein oder zwei der folgenden Schwerpunkte vertiefend behandelt:
    • Betrieb eines Zwischenlagers für gefährliche Abfälle
      • Rechtliche Anforderungen an den Betrieb eines Zwischenlagers für gefährliche Abfälle
      • Lagerung von entzündbaren, flüssigen Abfällen
      • Lagerung von Gasen und giftigen Stoffen
    • Umgang mit wassergefährdenden Stoffen
      • Praktische Übung zur Einstufung und Deklaration von Abfällen
      • Betriebs- und Arbeitsanweisungen
    • Einstufung und Kennzeichnung von gefährlichen Abfällen nach Abfall- und Gefahrgutrecht mit praktischen Übungen
    • Errichtung und Betrieb von Sammelstellen und zugehörigen Zwischenlagern für Kleinmengen gefährlicher Abfälle (TRGS 520)
  • Zielgruppe

    Inhaber von Fachkundenachweisen nach EfbV bzw. nach AbfAEV sowie Betriebsbeauftragte für Abfall.

    Voraussetzungen: Wenn die Teilnahme am Grundlehrgang oder am jeweils letzten absolvierten Fortbildungslehrgang nicht bei der Q-DAS/TEQ erfolgte, ist die Teilnahmebescheinigung dieses Lehrgangs vorzulegen.

  • Seminarziel

    Erhalt der Fachkunde als für die Leitung und Beaufsichtigung des Betriebes verantwortliche Person gemäß AbfAEV und / oder EfbV bzw. als Abfallbeauftragter.
  • Organisatorisches

    Seminardauer: 2 Tage, jeweils von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr

    Leistungsumfang und Teilnahmegebühr: Einschließlich ausführlicher Seminarunterlagen, gastro­no­mischer Verpflegung und Teilnahme­bestätigung 590,- EUR zzgl. MwSt.